Kundalini Activation, so wie ich sie gelernt habe, geht auf die Arbeit von Pi Villaraza zurück.
Pi hat diese Form der Energiearbeit über viele Jahre erlebt, entdeckt, entwickelt und verfeinert – sie basiert auf direkter Erfahrung, tiefer Verbindung zum Körper und dem Vertrauen, dass Heilung und Bewusstsein nicht „gemacht“, sondern erinnert werden. Er bezeichnete sie als kanalisierten Prozess, eine Rückkehr zur ursprünglichen Lebenskraft, die in jedem Menschen ruht. Pi ist nicht nur Begründer dieser Bewegung die auch unter „Inner Dance“ bekannt ist, er ist Bewusstseinsforscher. In seiner Arbeit versucht er innere Prozesse (Bewegung, Emotion, Energie) als neurophysiologische Phänomene zu verstehen, statt sie rein mystisch oder esoterisch zu deuten. Er hält Trainings und Vorträge zu Themen wie Gehirnwellen, autonomen Mustern, Trancezuständen, Klangwirkung und dem Wechsel zwischen verschiedenen Bewusstseinsmodi.
Aus dieser Arbeit heraus haben sich verschiedene Schulen, Lehrende und Linien entwickelt – unter anderem die Integrative Energy School, bei der ich meine Ausbildung zur Facilitatorin abgeschlossen habe. Diese Schule legt besonderen Wert auf Präsenz, Achtsamkeit und Integration: also darauf, dass Energiearbeit kein außergewöhnlicher Zustand ist, sondern Teil eines geerdeten, bewussten Lebens. Sie beschreiben den Vorgang der Aktivierung eher als energetischen Dialog, frei von Bewertung, Erwartung oder konkretem Ziel. Das Training selbst ist nur der Anfang. Es werden weitere Unterlagen, Bücher, Hintergründe und weiterer Austausch für das weitere Studium bereitgestellt.
Mich hat das Training tief berührt. Vier volle Tage in tiefem Austausch und Verbindung mit dem Energiefeld. Ich bin Sandra und Siegfried zutiefst dankbar, für das Lehren und Lernen, für die Augenhöhe der Begegnung und die Begleitung in diesem Prozess. Hier kannst du mehr über die Integrative Energy School und Sandra und Siegfried lesen. Auf dem Instagram Account der Integrative Energy School finden sich auch immer wieder gute Beschreibungen, Texte und Hintergründe.
Die biologische & neurologische Perspektive
Auch wenn Kundalini Activation ein energetischer Prozess ist, lassen sich viele Effekte auf körperlicher Ebene verstehen. Musik, Präsenz und gezielte energetische Impulse können das autonome Nervensystem beeinflussen – insbesondere das Wechselspiel von Sympathikus und Parasympathikus, also zwischen Aktivierung und Entspannung. In diesem Zustand findet der Körper eine neue Balance, kann alte Spannungen lösen, Emotionen verarbeiten und neue neuronale Verknüpfungen bilden.
Der Zustand lässt sich auf Ebene der Empfindung mit Phasen tiefer Meditation, Flow-Erlebnissen oder tranceartigen Bewusstseinszuständen vergleichen. Tatsächlich ähnelt der Bewusstseinsmodus, in den das Gehirn sich bei einer Kundalini Activation bewegen kann, jenen Zuständen, die wir aus dem REM-Schlaf, aus intensiver innerer Arbeit wie Meditation, Breathwork oder auch aus psychedelischen Erfahrungen kennen. Neurophysiologisch zeigt sich dabei oft eine Verschiebung in ruhige Alpha- und Theta-Wellen, die eng mit Öffnung, Verarbeitung und veränderter Wahrnehmung verbunden sind. Diese Brainwave-Muster wirken wie ein stilles Tor nach innen, durch das Emotionen, Erinnerungen oder körperliche Impulse während einer Session natürlicher und müheloser auftauchen können.
Aus meiner Wahrnehmung fühlt es sich an, als „spricht“ die Energie über den Körper – manchmal in Form von Bewegung, Zittern, Atmen, visuellen Effekten oder in völliger Stille. Energetisch betrachtet ist das nichts anderes als Lebensenergie, die wieder zu fließen beginnt.
Wenn du mehr zu diesen Themen erfahren möchtest, können wir uns gerne austauschen. Es gibt einige Bücher (auch von Pi und anderen, sehr bekannten Autor*innen) in denen die Prozesse sehr gut und ausführlich beschrieben werden.